Ein afrikanisches Mitbringsel

Auf Spurensuche

Im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung im Braker Telegraph befinden wir uns gerade bei der Auswahl der Exponate, die wir in der Ausstellung zeigen wollen. Wie so oft, steckt auch hier der Teufel im Detail und spät rächt sich, was nicht von Anfang an ganz genau inventarisiert wurde. Im Laufe der Jahre sammelt sich im Fundus von Museen so allerhand an und wenn man bei der Annahme einzelner Objekte nicht ganz genau aufpasst, dann fehlen einem Informationen, die man irgendwann braucht.

Ein Beispiel für so ein Objekt, welches uns erstaunlicherweise einiges an Recherche abverlangt, ist ein Mitbringsel aus Afrika. Früher wie heute brachten Seeleute von ihren Reisen immer wieder Souvenirs für die Daheimgebliebenen mit. Nun liegt es fast in der Natur von Souvenirs, dass sich die wenigsten Menschen darüber Gedanken machen, dass ein paar Jahrhunderte oder sogar nur Jahrzehnte später das hergestellte bzw. gekaufte Kleinod „museumsreif“ sein könnte. Entsprechend verliert sich die Geschichte einzelner Stücke schnell im Dunst der Zeit. So auch in diesem Fall. Zudem kommt hinzu, dass ethnologische Objekte nicht zu unserem Sammlungsschwerpunkt gehören und daher eine Herausforderung der besonderen Art darstellen. Eine Herausforderung, die wir natürlich trotzdem gerne annehmen. (mehr …)

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Der LKW zur Schädlingsbekämpfung bei der Moorseer Mühle.

Im Clinch mit dem Holzwurm

Die Larve des Gemeinen Nagekäfers, gemeinhin als Holzwurm bekannt. Foto: Kai-Martin Knaak // http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Holzwurm_larve.jpg
Die Larve des Gemeinen Nagekäfers, gemeinhin als Holzwurm bekannt. Foto: Kai-Martin Knaak

Zu den Kernaufgaben eines Museums gehört neben dem Forschen und Sammeln das Bewahren. Mit der Inventarisierung und Lagerung bzw. der Ausstellung im Museum selbst ist es dabei aber nicht getan. Grundsätzlich sind Objekte, die sich im Magazin bzw. in der Ausstellung befinden, zwar gut aufgehoben, aber es gibt Faktoren, die intensiv beachtet werden müssen und große Herausforderungen darstellen. Stark schwankende Klimaverhältnisse (Luftfeuchtigkeit, Kälte, Hitze, Trockenheit, Licht) machen Holz, Metall, Keramik und Leinwand in unterschiedler Art und Weise zu schaffen. Aber auch kleine, possierliche Tierchen schleichen sich gerne ein. Bei Holz ist hier besonders der „Gemeine Nagekäfer“ bzw. seine Larven gemein im doppelten Sinne.  Die Larven sind besser als Holzwurm bekannt und verstecken sich in Bilderrahmen, Stühlen, Schildern, Truhen, Kisten usw.

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