Brigg BELLONA, erbaut 1871 bei Jürgens, Elsfleth für Hustede & Co., Elsfleth, 12.1.1886 bei Jeremie vor Haiti gestrandet und verloren gegangen.

Schöne Schiffe!

Bark AURORA, ex SARAH GRICE. Wurde 1865 auf der Werft von L. Hill & Co in Port Glasgow gebaut. Bis 1880 Th. Grice, von 1880 bis 1899 Reeder C. Paulsen, Elsfleth / Bremen, ( Kapitän Dierks 1891); 1900  P. L. Möller, Mandal. 1908 auf der Reise von Nova Scotia nach Bracra gestrandet ( Totalverlust ).  Standort: Telegraph, Keller, Scheitern
Bark AURORA, ex SARAH GRICE. Wurde 1865 auf der Werft von L. Hill & Co in Port Glasgow gebaut.
Standort: Telegraph, Keller, Scheitern

Schon die Namen klingen verheißungsvoll: AURORA, BELLONA oder AEOLUS – von der römischen Göttin der Morgenröte über die Göttin des Krieges bis zum Gott des Windes, Schiffsnamen sagen viel aus über die Wünsche und Hoffnungen, die mit ihren Fahrten verbunden waren. Dabei bedienten sich die Eigner bei der Namensgebung nicht nur im reichhaltigen Angebot der klassischen Mythologie. Auch regionale Bezüge sind vielfach zu finden, Hinweise auf weite Reisen und verheißungsvolle Ferne oder patriotische Bekenntnisse. Doch eines war allen gemeinsam: Der Stolz auf das in Fahrt gesetzte Schiff, das die hiesige Region und die vor Ort ansässigen Kaufleute und Reeder im internationalen Handel teilhaben ließ. Der damit erzielte Erfolg führte ab Mitte des 19. Jahrhunderts für die gesamte Region der oldenburgischen Unterweser zu einer beachtenswerten wirtschaftlichen Blüte.

Zeungisse dieses Aufschwungs und des damit verbundenen unternehmerischen Stolzes sind die in unserem Fundus zahlreichen Schiffsporträts, die so genannten „Kapitänsbilder“, die auch in großer Vielzahl in unseren Dauerausstellungen zu sehen sind. Sie sind mehr als nur Dekoration – sie sind höchst aufschlussreiche und dabei zugleich zum Verlieben schöne Zeitdokumente, deren detailgetreu wiedergegebenen Inhalte auch Aufschluss geben über den Stellenwert, den sie für ihre Auftraggeber hatten.

Bark AEOLUS, erbaut 1872 bei C. Lühring, Hammelwarden für Gebr. Hustede, Elsfleth Standort: Telegraph, 1. Stock
Bark AEOLUS, erbaut 1872 bei C. Lühring, Hammelwarden für Gebr. Hustede, Elsfleth
Standort: Telegraph, 1. Stock

Die Maler führten ihre Werke in verschiedenen Techniken – Aquarell, Gouache, Ölgemälde oder Hinterglasmalerei – aus und präsentierten die Schiffe vor verschiedenen Hintergründen: mal in ruhiger See, einmal in stürmischen Gewässern. Dadurch ermöglichen Kapitänsbilder und Seestücke noch heute eine atmosphärisch dichte und höchst emotionale Reise durch die maritime Vergangenheit. Denn jedes dieser Bilder erzählt ein Kapitel regionaler und internationaler Schifffahrts- und Handelsgeschichte.

Mit dem Themensommer möchten wir unsere Besucherinnen und Besucher dazu anregen, sich mit diesen kleinen Kostbarkeiten intensiver zu beschäftigen und einmal mit Muße genauer hinzuschauen. Kommen Sie an Bord und lassen Sie sich entführen – in vergangene Zeiten und verheißungsvolle Fernen.

Wir wünschen Ihnen einen wundervollen maritimen Sommer!

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IMG_1916

Exponatumzug

IMG_1918Und weiter gehen sie, die Bauarbeiten am Telegraph. In einigen Bereichen ist es mittlerweile soweit, dass die ersten Exponate für ihren neuen Standort vorbereitet werden können. So auch in diesem Fall: zwei Objekte, ein Pfeifenkopf und ein Porzellanschild, haben den ersten Schritt in Richtung ihres neuen „Zuhauses“ angetreten. Beide Objekte, die bisher im Haus Borgstede und Becker im Bereich „Handelsgeschichte“ ausgestellt waren, bekommen einen Platz in der neuen Dauerausstellung im Telegraph.

Der aus Porzellan hergestellte Pfeifenkopf ist mit einem Motiv der Schonerbrigg EMMA verziert. Das Porzellanschild zeigt eine Brigg, die CASTOR. Die CASTOR wurde bereedert von Nicolai und Thyen und lief am 12. November 1864 vom Stapel. Der Kapitän, H. Kloppenburg, war selbst Anteilseigner am Schiff. 1873 wurde die CASTOR nach Emden verkauft.

Beide Objekte, die bisher zusammen mit anderen Exponaten im Haus Borgstede und Becker für die Reeder in der Handelsgeschichte standen, finden ihr neues Zuhause im 1. Stock des Telegraphen. Auch hier werden sie die Geschichte der Reedereien entlang der Unterweser zusammen mit anderen Objekten, darunter auch vielen Kapitänsbildern, illustrieren. Unter den Kapitänsbildern sind auch Werke namhafter Künstler und Marinemaler wie Carl Justus Harmen Fedeler sen. und jun.

Die Entnahme des Pfeifenkopfes und des Porzellanschildes übernahmen Linda Thorlton und Klaus Reichmann. Bei der Handhabung von Exponaten, ist natürlich immer besondere Vorsicht geboten.

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Sammeln verbindet – Museum collections make connections

Bis Sonntag bleibt die Vitrine in elsfleth verhüllt.
Bis Sonntag bleibt die Vitrine in Elsfleth verhüllt.

Der Internationale Museumstag steht vor der Tür und natürlich beteiligen wir uns auch dieses Jahr wieder. Das Motto des diesjährigen Museumstages heißt „Sammeln verbindet“ und das bedeutet, dass sowohl die Sammlungen als auch die Sammler im Mittelpunkt des Interesses stehen. In der Anlündigung heißt es dazu:

Es gibt viele Gründe zu sammeln, sei es wissenschaftliche Neugier, der Anspruch, Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten, Entwicklungen zu dokumentieren oder einfach aus Leidenschaft. So vielfältig die Beweggründe und unterschiedlich die Sammler, so vielfältig ist auch unsere Museumslandschaft und ihre Sammlungen. Keine Sammlung ist dabei zufällig, jede hat eine Geschichte und ist als Brücken zwischen unserer kulturellen Vergangenheit und der Gegenwart ein Ort der Begegnung.

Um dem Motto gerecht zu werden, stellen wir in diesem Jahr verschiedene Sammler mit ihren Schwerpunkten in extra aufgestellten Vitrinen vor. Am 18. Mai können Besucherinnen und Besucher im Haus Borgstede und Becker sowie im Haus Elsfleth die Vitrinen und natürlich auch die Dauerausstellung des Museums (neu) entdecken.

Scrimshaw in Brake

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Ganz besonderer Scrimshaw im Haus Borgstede und Becker

In der speziell für den Museumstag aufgestellten Vitrine im Haus Borgstede und Becker präsentieren wir Ihnen Stücke aus den Scrimshaw-Sammlungen von Dr. Egge Heeren und Gert Rosenbohm. Passend dazu bieten wir in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr Scrimshaw-Bastelaktionen für Kinder an. Natürlich verwenden wir hierfür keine echten Hartgewebe, also zum Beispiel Walzähne oder -knochen, sondern umwelt- und tierfreundliche Nachbauten Gips.

Modellschiffe in Elsfleth

Im Haus Elsfleth, dessen Dauerausstellung sich unter anderem mit moderner Schifffahrt des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt, widmen wir uns entsprechend den Schiffsmodellen aus der Sammlung der Familie Blume. Zudem bieten wir, ebenfalls in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr Buddelschiffbau für Kinder an. Erwachsene sind natürlich auch herzlich eingeladen.

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Blaue Stunde – OPDR

Blaue Stunde – Wie kam der Portwein nach Brake?

Portwein gehört zu den teuersten und facettenreichsten Weinen der Welt. Seinen Namen verdankt der unter Kennern beliebte Tropfen der alten portugiesischen Hafenstadt Porto.
de~opdrPortwein, Porto und Brake sind durch die OPDR miteinander verbunden. 1882 gründete sich die Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei, hervorgegangen aus einer Partenreederei. Die OPDR unterhielt von Anfang an eine direkte Linie zwischen Porto und Brake, Ziel war der schnellere und sicherere Transport von Glasflaschen.
Welche Herausforderungen und Besonderheiten mit dem Transport von Portwein verbunden waren und welchen Einfluss die OPDR auf Brake hatte, stellt Museumsleiterin Dr. Christine Keitsch am 3. April 2014 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr in einer Blauen Stunde vor. Die spezielle Führung wird ungefähr 30 Minuten in Anspruch nehmen, danach werden die Gäste wie gewohnt mit Fingerfood und kleinen Erfrischungen versorgt.
Wie immer ist die Teilnehmerzahl begrenzt, daher wird dringend um Voranmeldung bis zum 2. April 2014 gebeten. Karten gibt es im Vorverkauf im Haus Borgstede & Becker (04401-6791), eine Abendkasse wird es nicht geben.

Eintritt: 10€

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Heino Westje, Brake Hafen

Sonderführung „Arbeitsplatz Hafen“

Arbeitsplatz Hafen – Sonderführung mit Detlef Glückselig

Heino Westje, Brake Hafen„Es war eine besondere Erfahrung, die Menschen im Hafen zu begleiten“, so Detlef Glückselig, Redaktionsleiter der NWZ in Brake. Glückselig, der einen Großteil der in der Sonderausstellung „Arbeitsplatz Hafen“ gezeigten Bilder angefertigt hat, führt am Sonntag, den 30. März ab 11:30 Uhr durch die Ausstellung.

Der Braker Hafen mit seiner dominanten Silhouette ist prägend für das Stadtbild, aber auch die Menschen, die täglich im Hafen ihrer Arbeit nachgehen, sind eines besonderen Blickes wert. Menschen bedeuten Geschichten und ein paar dieser Geschichten, die er im Rahmen der Artikelserie erlebt hat, wird Glückselig während der Sonderführung erzählen.

Die Führung dauert ungefähr eine Stunde, der Eintritt beträgt den normalen Museumseintritt von € 3,50 (Einzelkarte Erwachsene), € 1 (Kinder bis 16 Jahre) oder € 7,50 (Familienkarte).

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